ESPHome 2026.6.2
Ich habe meine Version von ESPHome aktualisiert. Bei mir lief eine ältere Version in einem Docker-Container. Das Update lief im ersten Moment gut, und die Software startete einwandfrei. Das Nutzerinterface hat ein neues Design bekommen, und sieht richtig gut aus. Wenn man möchte, kann man die Konfiguration immer noch per Hand bearbeiten. Neu auf dem Nutzerinterface ist, dass man sich auch die einzelnen Funktionsblöcke zusammenklicken kann. In vorgegebene Eingabefelder braucht man dann nur noch fehlende Daten eingeben. Sehr toll…
Ich habe dann zum Testen einen einfachen Sensor, aus BME 280 und WEMOS D1 mini, auf einem Breadboard zusammengesteckt. In meiner Naivität dachte ich dann, ich klicke kurz die Konfiguration zusammen, brenne die Firmware auf den WEMOS und es funktioniert sofort. Alles einfach und super. Leider nein…
Eine Sache noch, ich hatte mir die Version 2026.6.1 als Docker-Image heruntergeladen. Aber zurück zur Schaltung. Ich verwende einen BME280 von Bosch auf einem kleinen Board mit Anschlüssen für den I²C-Bus. Ein Standardteil, das keine Probleme mit ESPHome haben sollte. Der ESP8266 ist auf einem WEMOS D1 mini verbaut. Das Ding ist ebenfalls ein Standardteil.
Beide Komponenten sind über vier Kabel miteinander verbunden:
- Sensor BME 280 -
GND>GND- WEMOS D1 mini - Sensor BME 280 -
VIN>3v3- WEMOS D1 mini - Sensor BME 280 -
SCL>D1 (GPIO5)- WEMOS D1 mini - Sensor BME 280 -
SDA>D2 (GPIO4)- WEMOS D1 mini
Die Schaltung ist einfach, und das Zusammenklicken der Konfiguration und die Installation der Firmware sollte innerhalb von Minuten erledigt sein. Man benötigt folgende Softwarekomponenten:
- die ESPHome Core Konfiguration
- die entsprechende Plattform auf der der ESP8266 läuft
- eine WIFI-Konfiguration
- die Logger Konfiguration (optional)
- einen MQTT-Client, der die Daten publiziert
- die I²C-Komponente für die Kommunikation der Bauteil untereinander
- und die BME280-I²C-Komponente für den Sensor
Diesen einzelnen Bestandteilen übergibt man entsprechende Parameter (siehe YAML-Konfiguration des Testsensors). Dann drückt man den Button ‘Validieren’, und wenn alles grün ist spielt man die Firmware auf. Das lief auch erstmal ohne weitere Probleme.
Das Logging gab mir dann allerdings immer einen Kommunikationsfehler mit dem BME 280 aus. Ich habe dann verschiedene Dinge ausprobiert. Die Adresse vom BME 280 ist normalerweise 0x76 oder 0x77. Auf dem Screenshot sieht man, dass ich es mit der Adresse 0x77 probiert habe, die Verbindung mit dem BME 280 aber nicht zustande kam. ESPHome kann auch einen I²CBus-Scan in die Firmware einbauen. Auf dem Screenshot sieht man auch, dass ein Device auf der Adresse 0x76 gefunden wurde.
Die Adressänderung auf 0x76 brauchte nicht den gewünschten Erfolg. Ich habe dann erstmal alle nicht benötigten Softwarekomponenten aus der Konfiguration entfernt, und das Loglevel der Logger-Komponente auf ‘very_verbose’ gesetzt. Als Ergebnis kann man zusammenfassen: Ich war weder schlauer aus den Logdaten, noch lief der Sensor. Ich hatte schon ein wenig Sorge, dass ich den ESP8266 kaputt flashe.
In einem Forum wurde geschrieben, man solle die Build-Umgebung zurücksetzen. Dabei wird der Toolchain-Cache geleert, und alle, für die Compilierung der Firmware benötigten Bibliotheken, werden neu heruntergeladen. Auch Fehlanzeige. Die Verzweifelungslösung war dann ein neues Docker-Image herunterzuladen. Ich bin dann von der Version 2026.6.1 auf die Version 2026.6.2 hochgegangen. Siehe da, es funktioniert.
Woran es letztendlich gelegen hat, kann ich nicht sagen. Mit der aktuelleren Software lief es sofort, und ich habe nicht mehr probiert den Fehler zu reproduzieren, oder irgendwie einzugrenzen. Das Home Assistant Autodiscovery entdeckt zuverlässig den neuen Sensor. Damit ist die Integration einwandfrei gewährleistet, und ich muss nichts manuell konfigurieren.